Die Menschen von Kreuzlingen
Wikidata kennt 200 Menschen, die in Kreuzlingen geboren oder gestorben sind, hier gewohnt oder gewirkt haben. 179 davon tragen eine Bezeichnung und stehen hier mit Namen. Zu 171 steht ein recherchierter Lebenslauf — jeder Satz mit Beleg.
- 121geboren
- 73gestorben
- 8gewirkt
- 3gewohnt
16. Jahrhundert 1
Jakob Denkinger
1. August 1589 – 19. September 1660gestorben
Jakob Denkinger war Augustiner-Chorherr und von 1625 bis zu seinem Tod 1660 Abt des Chorherrenstifts Kreuzlingen. Seine Amtszeit war von den Folgen des Dreissigjährigen Kriegs geprägt: 1633 brannten Konstanzer das Stift nieder, erst 1650–53 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Nach dem Westfälischen Frieden verlor das Kloster Sitz und Stimme im Reichstag und kam unter eidgenössischen Schutz.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er legte 1614 in Kreuzlingen die Profess ab, leitete das Stift 35 Jahre lang als Abt und starb 1660 in Kreuzlingen.
17. Jahrhundert 2
Augustin Gimmi
8. Oktober 1631 – 19. Oktober 1696gestorben — Augustinerchorherrenstift Kreuzlingen
Augustin Gimmi stammte aus einer regierenden Konstanzer Familie und war von 1660 bis 1696 als Augustin I. Abt des Chorherrenstifts Kreuzlingen. Er führte den Neubau des Klosters weiter (Grundsteinlegung 1663, Vollendung 1685) und liess 1676 am Hörnli eine Schifflände bauen, was zu Streit mit Konstanz führte.
Mit Kreuzlingen verbunden: Als Abt leitete er das Stift Kreuzlingen und dessen Neubau; er starb laut HLS vermutlich in Kreuzlingen.
Die Quellen widersprechen sich: Wikidata führt Kreuzlingen als Sterbeort; das HLS schreibt nur 'vermutlich Kreuzlingen'.
Johann Baptist Dannegger
24. Juni 1682 – 24. August 1760gestorben
Johann Baptist Dannegger aus Rottweil studierte in Innsbruck, Freiburg im Breisgau und Padua und war von 1725 bis 1760 Abt des Augustiner-Chorherrenstifts Kreuzlingen. Er führte 1734 neue Konstitutionen ein und liess unter anderem die Propstei Riederen wieder aufbauen. Gegen den Widerstand von Konstanz errichtete er beim Hörnli in Egelshofen eine Schifflände.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er trat 1707 in Kreuzlingen in den Orden ein, war 35 Jahre Abt des Stifts und starb 1760 in Kreuzlingen; die Schifflände am Hörnli liegt im heutigen Stadtgebiet.
18. Jahrhundert 9
Prosper Donderer
5. Mai 1715 – 26. Juni 1779gestorben
Prosper Donderer studierte in Dillingen und Augsburg, trat 1731 ins Chorherrenstift Kreuzlingen ein und wurde 1760 zum Abt gewählt. Er baute die Bibliothek neu auf, förderte die Stiftsschule, liess die Kirchendecke mit Fresken versehen und den Kalvarienberg in der Heiligkreuzkapelle aufstellen.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er lebte ab 1731 im Stift Kreuzlingen, leitete es 1760–1779 als Abt und starb 1779 in Kreuzlingen; das HLS nennt seine Amtszeit die letzte Blütezeit des Klosters.
Die Quellen widersprechen sich: Beim Geburtsort weichen die Quellen voneinander ab: Das HLS nennt Waldbach (Hessen), Wikipedia Wald-Michelbach.
Johann Anton Sulzer
1752 – 1828hat hier gewirkt
Johann Anton Sulzer aus Rheinfelden war Theologe, Jurist, Komponist geistlicher Lieder und Schriftsteller. Ab 1798 war er Bibliothekar und Professor des Kirchenrechts am Gymnasium Konstanz.
Mit Kreuzlingen verbunden: Ab 1785 war Sulzer stiftischer Oberamtmann in Kreuzlingen, also Verwaltungsbeamter des Klosters.

Johannes Morell
11. März 1759 – 22. April 1835geboren — Egelshofen
Johannes Morell war Thurgauer Politiker der Helvetik und der Mediationszeit: 1800–03 Präsident der thurgauischen Verwaltungskammer, 1802–03 im helvetischen Senat und 1803–35 Mitglied des Kleinen Rats. 1815–31 amtete er abwechselnd mit Joseph Anderwert als Landammann. Auf seine Initiative wurde 1805 die Kantonsbibliothek gegründet.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er wurde 1759 in Egelshofen (heute Kreuzlingen) geboren und war dort heimatberechtigt.
Salomon Hess
11. Februar 1763 – 16. April 1837gestorben — Emmishofen
Salomon Hess war reformierter Pfarrer und Verfasser kirchen- und reformationsgeschichtlicher Schriften. Ab 1801 war er als Nachfolger von Johann Caspar Lavater Pfarrer an St. Peter in Zürich, bis 1830.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er starb 1837 in Emmishofen (heute Kreuzlingen); weshalb er dort lebte, geht aus der Quelle nicht hervor.
Johann Nepomuk Sauter
29. Juni 1766 – 30. November 1840gestorben — Emmishofen
Johann Nepomuk Sauter von der Insel Reichenau war Wundarzt und Chirurg. 1812 veröffentlichte er eine Schrift zur Behandlung von Knochenbrüchen, 1822 entfernte er laut Wikipedia als Erster bei Gebärmutterkrebs die Gebärmutter auf vaginalem Weg.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er wurde Chirurg und Medizinalrat in Kreuzlingen, erwarb 1816 das Schloss Ebersberg und baute es zur Villa um; er starb 1840 in Emmishofen.
Meinrad Kerler
1. Mai 1778 – 1830gestorben
Meinrad Kerler aus dem Allgäu war Chorherr des Klosters Kreuzlingen und befasste sich mit den Erziehungsmethoden Pestalozzis. Ab 1806 führte er mit Johann Baptist Wepfer und Philipp Nabholz im Kloster Fortbildungskurse für Thurgauer Lehrer durch. Der Plan eines grösseren Instituts scheiterte 1810–1814; eine danach gegründete landwirtschaftliche Schule musste bald schliessen.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er legte 1797 im Kloster Kreuzlingen die Profess ab, hielt dort ab 1806 Lehrerkurse und starb 1830 in Kreuzlingen.
Urs Joseph Baumgartner
1788 – 1844gestorben — Emmishofen
Urs Joseph Baumgartner aus Oensingen war laut Normdatei Theologe, Pfarrer, Lehrer und Schriftsteller; als Wirkungsorte sind Schönenwerd und Rorschach verzeichnet.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er starb 1844 in Emmishofen (heute Kreuzlingen); was ihn dorthin führte, ist nicht belegt.

Ferdinand Samuel Laur
22. Februar 1791 – 2. Juli 1854gestorben — Egelshofen
Ferdinand Samuel Laur aus Markdorf war Komponist, Chorleiter und Musikpädagoge; 1824 gründete er den Basler Gesangverein. Die Melodie seines Chorlieds «Freiheit» dient seit 1967 als Nationalhymne von Lesotho.
Mit Kreuzlingen verbunden: Nach seiner Pensionierung 1846 zog die Familie nach Egelshofen bei Kreuzlingen, wo er 1854 starb.
Rudolph Friedrich Hohenacker
10. Juli 1798 – 14. November 1874geboren
Rudolph Friedrich Hohenacker war Missionar und Botaniker. In den 1820er Jahren wirkte er als Arzt und Missionar in der schwäbischen Kolonie Helenendorf im Transkaukasus und sammelte dort Pflanzen; später lebte er in Basel, Esslingen und Kirchheim unter Teck und handelte mit Pflanzenbelegen (Exsikkaten).
Die Quellen widersprechen sich: Wikidata nennt als Geburtsort sowohl Zürich als auch Kreuzlingen; die englische Wikipedia nennt nur Zürich. Ein Bezug zu Kreuzlingen liess sich nicht belegen.
19. Jahrhundert 75
Friedrich Wilhelm Vulpius
17. Dezember 1801 – 17. November 1892gestorben
Friedrich Wilhelm Vulpius aus Pforzheim war Apotheker und Botaniker; wegen seiner vielen Exkursionen zum Belchen im Schwarzwald hiess er «Belchen-Vater». Wegen Majestätsbeleidigung verurteilt, floh er in die Schweiz.
Mit Kreuzlingen verbunden: Nach Aufenthalten in Aarau und Arbon liess er sich als Flüchtling in Kreuzlingen nieder, wo er 1892 starb.
Johann Ludwig Anderwert
31. Mai 1802 – 20. Juni 1876geboren — Emmishofen
Johann Ludwig Anderwert war liberaler Thurgauer Politiker: Regierungssekretär, Statthalter des Bezirks Tobel, Kantonsrat, viermal Tagsatzungsgesandter und 1841–1849 Regierungsrat für Bau und Strassen. Er war der Vater des späteren Bundesrats Fridolin Anderwert.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er wurde 1802 in Emmishofen geboren und war dort heimatberechtigt.
Josef Felix Marin Würth
9. November 1802 – 1. Mai 1896gestorben
Josef Felix Marin Würth aus Lichtensteig war Jurist mit eigener Anwaltskanzlei, Kassations- und Kantonsrichter im Kanton St. Gallen. Von 1837 bis 1861 sass er als Radikalliberaler im St. Galler Kantonsrat, 1851–1852 im Ständerat.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er starb 1896 in Kreuzlingen; die Quellen nennen keinen weiteren Bezug zum Ort.

Friedrich von Zeppelin
29. November 1807 – 25. März 1886gestorben — Emmishofen
Graf Friedrich von Zeppelin war Hofbeamter in Hohenzollern-Sigmaringen und ab 1836 an Baumwollfabrik und Bankhaus seines Schwiegervaters David Macaire d’Hogguèr in Konstanz beteiligt. Sein Sohn Ferdinand wurde als Pionier der Luftschifffahrt bekannt.
Mit Kreuzlingen verbunden: Sein Schwiegervater schenkte ihm und seiner Frau zu Weihnachten 1840 das Schloss Girsberg in Emmishofen, wo die Familie fortan wohnte; er starb 1886 in Emmishofen.
Johann Baptist von Streng
3. Januar 1808 – 13. Mai 1883gestorben — Emmishofen
Johann Baptist von Streng war Jurist und liberal-konservativer katholischer Thurgauer Politiker. Er war Oberrichter, 1848–1850 Ständerat, 1850–1864 Regierungsrat (Justiz) und 1854–1863 Nationalrat.
Mit Kreuzlingen verbunden: Nach dem Anwaltspatent 1829 arbeitete er als Anwalt in Egelshofen; er starb 1883 in Emmishofen.
Karl Friedrich Steiger
16. März 1810 – 21. Oktober 1889gestorben — Emmishofen
Karl Friedrich Steiger war reformierter Pfarrer, Präsident der evangelischen Synode (1860–1867) und Dekan des Oberthurgauer Kapitels. Er galt als orthodox und lehnte die 1874 von der Synode beschlossene Liturgieordnung ab.
Mit Kreuzlingen verbunden: Ab 1834 war er Pfarrer von Egelshofen; 1875 trat er aus der Landeskirche aus, gründete die unabhängige evangelische Kirchgemeinde Emmishofen und war bis zum Tod 1889 ihr Pfarrer.

Johannes Bumüller
29. Dezember 1811 – 13. September 1890hat hier gewirkt
Johannes Bumüller aus Schelklingen studierte in Tübingen Theologie und Philologie und war später Redaktor des «Deutschen Volksblatts» in Stuttgart und katholischer Schriftsteller. Er starb 1890 in Ravensburg.
Mit Kreuzlingen verbunden: Seine erste Stelle war die eines Oberlehrers am Thurgauischen Seminar in Kreuzlingen; 1837 wurde er zudem Schulinspektor des Bezirks Gottlieben und blieb bis 1849 in Kreuzlingen.

Ludwig Binswanger der Ältere
25. Juni 1820 – 5. August 1880gestorben
Ludwig Binswanger stammte aus einer jüdischen Familie in Bayern, studierte Medizin und leitete 1850–1857 die Irrenanstalt Münsterlingen. 1857 gründete er in Kreuzlingen das Privatasyl Bellevue, in dem er mit seiner Familie in «therapeutischer Gemeinschaft» mit den Patienten lebte.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er gründete 1857 das Sanatorium Bellevue in Egelshofen (heute Kreuzlingen), erwarb 1866 das Bürgerrecht von Egelshofen und starb 1880 in Kreuzlingen.

Adelbert Delbrück
16. Januar 1822 – 26. Mai 1890gestorben
Adelbert Delbrück war Jurist, Unternehmer und Bankier; 1854 gründete er die Bank Delbrück Leo & Co. und war einer der Gründer der Deutschen Bank. 1889 schied er krankheitshalber aus deren Verwaltungsrat aus.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er starb 1890 während eines Aufenthalts im Sanatorium Bellevue in Kreuzlingen.
Johann Ulrich Rebsamen
21. Juni 1825 – 6. Juni 1897gestorben
Johann Ulrich Rebsamen aus Turbenthal war Lehrer und reformierter Theologe. Er redigierte 1866–74 die «Schweizerische Lehrerzeitung» und war Sekundarschulinspektor und Erziehungsrat.
Mit Kreuzlingen verbunden: Von 1854 bis 1897 war er Direktor des Lehrerseminars Kreuzlingen und setzte dort das Konzept einer wissenschaftlichen Lehrerausbildung um; er starb 1897 in Kreuzlingen.
Theodor Stauffer
16. April 1826 – 1880gestorben
Theodor Stauffer aus Beromünster war Musiker und Komponist; er lernte acht Jahre bei Franz Xaver Schnyder von Wartensee. Er dirigierte den Männerchor Baden und die Konstanzer Sängerrunde Bodan. Seine Oper «Die Touristen» (1868) wurde schweizweit aufgeführt.
Mit Kreuzlingen verbunden: Ab 1871 lebte er in Emmishofen und unterrichtete ab 1874 Gesang und Musik am Lehrerseminar Kreuzlingen; er starb 1880 in Kreuzlingen.
Johann Jakob Schümperlin
17. April 1832 – 5. September 1889gestorben
Johann Jakob Schümperlin war Jurist und freisinniger Politiker: 1864–89 Thurgauer Kantonsrat (zweimal Präsident) und 1883–89 Nationalrat. Er war zudem Verwaltungsrat der Thurgauer Kantonalbank.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er besuchte das Lehrerseminar Kreuzlingen, war danach Fürsprech in Kreuzlingen, 1875–89 Bezirksgerichtspräsident und sass in der Aufsichtskommission des Seminars; er starb 1889 in Kreuzlingen und besass dort das Bürgerrecht.
August Gremli
15. März 1833 – 30. März 1899geboren und gestorben
August Gremli studierte Medizin in Berlin und München und machte danach eine Apothekerlehre in Karlsruhe. Ab 1876 war er Konservator im Herbarium von Émile Burnat bei Vevey. Sein Hauptwerk ist die «Exkursionsflora der Schweiz» (1867).
Mit Kreuzlingen verbunden: Er wurde 1833 in Kreuzlingen als Sohn des Bezirksarztes geboren, kehrte 1899 dorthin zurück und starb im selben Jahr in Kreuzlingen.

Carl Westphal
23. März 1833 – 27. Januar 1890gestorben
Carl Westphal war Psychiater und Neurologe an der Berliner Charité, wo er ab 1862 als Privatdozent für Psychiatrie lehrte. 1889 begab er sich schwer krank in die Pflege von Otto Binswanger in Jena.
Mit Kreuzlingen verbunden: Im Sommer 1889 wurde er als Patient ins Sanatorium Bellevue in Kreuzlingen verlegt, das Robert Binswanger leitete; dort starb er im Januar 1890 an einer Influenza.

Thomas Würtenberger
21. Dezember 1836 – 26. Juli 1903gestorben — Emmishofen
Thomas Würtenberger studierte Geologie am Polytechnikum Karlsruhe und war Geometer im badischen Staatsdienst. Als Paläontologe sammelte er Fossilien, entdeckte die tertiären Fundstellen in Tägerwilen und Bernrain und forschte in den Steinbrüchen von Öhningen.
Mit Kreuzlingen verbunden: 1876 erwarb er mit einem Teilhaber die Ziegelei in Emmishofen und baute sie zu einem grossen Unternehmen aus; er starb 1903 in Emmishofen. 1898 hielt er einen Vortrag über den «tertiären Kastanienbaum von Kreuzlingen».

Adolph L’Arronge
8. März 1838 – 25. Mai 1908gestorben
Adolph L’Arronge war Theaterkapellmeister, Bühnenautor und Theaterleiter; er leitete 1866 die Krolloper in Berlin und begründete das Deutsche Theater Berlin.
Mit Kreuzlingen verbunden: 1908 wurde er schwer krank ins Binswangersche Sanatorium (Bellevue) in Kreuzlingen gebracht und starb dort am 24. Mai 1908 an Herzversagen.
Die Quellen widersprechen sich: Wikidata nennt den 25. Mai 1908 als Todestag, die Quelle unten den 24. Mai 1908.
Arnold Lang
3. April 1838 – 11. April 1896geboren — Egelshofen
Arnold Lang wuchs in Unterägeri auf, war Redaktor des «Grütlianer», später in Bern Redaktor der «Tagespost» und Herausgeber des «Hausfreunds». 1872–75 war er Zentralpräsident des Grütlivereins und schrieb volkstümliche Theaterstücke wie «Der Schweizer in Amerika» (1868).
Mit Kreuzlingen verbunden: Er wurde 1838 in Egelshofen geboren und war in Kurzrickenbach (beides heute Kreuzlingen) heimatberechtigt.
Friedrich Bumüller
14. Juli 1842 – 7. Mai 1914geboren
Friedrich Bumüller studierte 1860–1866 Medizin in Tübingen und war danach Stadtarzt in Ravensburg und Sanitätsrat für die Garnison Weingarten.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er wurde 1842 in Kreuzlingen geboren, als sein Vater Johannes Bumüller dort am Seminar unterrichtete und Schulinspektor des Bezirks Gottlieben war.
Mathilde von van Zuylen-Ammann
17. Januar 1842 – 18. Mai 1914gestorben
Mathilde van Zuylen van Nyevelt-Ammann war laut Normdatei Malerin.
Mit Kreuzlingen verbunden: Sie starb 1914 in Kreuzlingen.
Die Quellen widersprechen sich: Geburtsort uneinheitlich: Das Biografische Lexikon der Schweizer Kunst (und Wikidata) nennt Tägerwilen, die GND Ermatingen.

Gustav Przibram
2. Dezember 1844 – 15. August 1904gestorben
Gustav Przibram aus Prag war Fabrikant, Unternehmer und Schriftsteller; er veröffentlichte auch unter dem Pseudonym Hans Walter.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er starb 1904 in Kreuzlingen; der Anlass ist nicht belegt.
Albert Sauter
22. September 1846 – 29. Dezember 1896geboren — Egelshofen
Albert Sauter war Apotheker und eröffnete 1873 an der Place des Alpes in Genf eine Apotheke. 1878 brachte er eine Tablettenmaschine aus den USA mit, womit das Laboratoire Sauter zum ersten Tablettenhersteller der Schweiz wurde. Das Unternehmen ging 1958 an Hoffmann-La Roche.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er wurde 1846 in Egelshofen (heute Kreuzlingen) geboren und machte seine Apothekerlehre im Thurgau.

Robert Binswanger
12. Mai 1850 – 6. Dezember 1910geboren
Robert Binswanger, Sohn von Ludwig Binswanger dem Älteren, studierte Medizin in Zürich, Tübingen, Strassburg und Basel. Ab 1880 leitete er das väterliche Asyl Bellevue, vergrösserte es und setzte auf Beschäftigungs- und psychische Therapie; ab den 1890er Jahren stand er in Kontakt mit Sigmund Freud.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er war ab 1877 Assistenzarzt und ab 1880 Leiter des Sanatoriums Bellevue in Kreuzlingen und starb 1910 in Kreuzlingen; Patienten wie Bertha Pappenheim («Anna O.») wurden ihm zugewiesen.
Die Quellen widersprechen sich: Die Eingabe führt ihn mit der Rolle 'geboren' in Kreuzlingen; er wurde aber in Tübingen geboren und starb in Kreuzlingen.

Otto Binswanger
14. Oktober 1852 – 15. Juli 1929gestorben
Otto Binswanger, Sohn von Ludwig Binswanger dem Älteren, war Psychiater und Neurologe. Nach Stationen in Göttingen, Breslau und an der Berliner Charité war er 1891–1919 ordentlicher Professor in Jena und behandelte unter anderem Friedrich Nietzsche. Nach ihm ist die Binswanger-Krankheit benannt.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er absolvierte ein Praktikum im Asyl Bellevue seines Vaters in Kreuzlingen, war Bürger von Kreuzlingen und starb 1929 dort.
Emil Brunnenmeister
5. Mai 1854 – 22. Januar 1896geboren
Emil Brunnenmeister studierte Rechtswissenschaft in Heidelberg, Göttingen und Leipzig und habilitierte sich 1878 in Basel für Strafrecht und Prozessrecht. Danach war er Professor in Zürich, Halle und ab 1889 in Wien.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er wurde 1854 in Kreuzlingen geboren.

Enrique Conrado Rébsamen
8. Februar 1857 – 8. April 1904geboren
Enrique Conrado Rébsamen, geboren als Heinrich Konrad Rebsamen, wanderte 1883 nach Mexiko aus. Er leitete 1886–1901 das Lehrerseminar in Jalapa (Xalapa) und wurde 1901 Generaldirektor der Lehrerbildung in Mexiko-Stadt; er gilt als Begründer der geregelten Lehrerausbildung in Mexiko.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er wurde 1857 in Kreuzlingen als Sohn des Seminardirektors Johann Ulrich Rebsamen geboren und besuchte 1874–76 selbst das Seminar Kreuzlingen; eine Gedenktafel im Altbau der Pädagogischen Mittelschule Kreuzlingen erinnert an ihn.
Edgar Steiger
13. November 1858 – 23. Oktober 1919geboren — Egelshofen
Edgar Steiger studierte Theologie und Philosophie in Basel und Leipzig und veröffentlichte 1889 «Der Kampf um die neue Dichtung». Er schrieb für sozialdemokratische Zeitungen, redigierte 1893–94 in Basel den «Vorwärts» und 1896 in Leipzig die «Neue Welt» und trat 1896 am Gothaer Parteitag für den Naturalismus ein. Später arbeitete er in München für «Simplicissimus» und «Jugend».
Mit Kreuzlingen verbunden: Er wurde 1858 in Egelshofen (heute Kreuzlingen) als Sohn des dortigen Pfarrers Karl Friedrich Steiger geboren.
Die Quellen widersprechen sich: Geburtsdatum: HLS 3.11.1858, Wikipedia 13.11.1858; Todesdatum laut Wikipedia 23./24.10.1919.
Adolf Gagg
* 1858geboren
Adolf Gagg war Maler; 1880 studierte er an der Akademie der Bildenden Künste München.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er wurde 1858 in Kreuzlingen geboren.
Eduard Schuster
3. Februar 1858 – 28. August 1935gestorben
Eduard Schuster studierte Theologie in Basel und war Pfarrer in Märwil und Stettfurt sowie 1888–1904 Schulinspektor des Kantons Thurgau. Er trat für eine schülergerechte, reformpädagogische Lehrweise und selbstständiges Arbeiten im Unterricht ein.
Mit Kreuzlingen verbunden: Von 1909 bis 1928 war er Direktor des Lehrerseminars Kreuzlingen; er starb 1935 in Kreuzlingen.
Paul Schulz
1. Juli 1860 – 1. Februar 1919gestorben
Paul Schulz war österreichischer Beamter: 1898 Vizepräsident des Patentamts, ab 1911 Vizepräsident des Rechnungshofs und ab Ende 1917 Mitglied des Herrenhauses.
Mit Kreuzlingen verbunden: Während eines Aufenthalts im Sanatorium Bellevue in Kreuzlingen nahm er sich 1919 das Leben.
Bertha von Petersenn
4. Oktober 1862 – 2. Oktober 1910gestorben
Bertha von Petersenn, Tochter des Pathologen Eduard von Rindfleisch, war Reformpädagogin. Sie leitete das erste Deutsche Landerziehungsheim für Mädchen in Gaienhofen am Untersee, das 1904 mit 14 Schülerinnen begann.
Mit Kreuzlingen verbunden: Sie starb 1910 im Krankenhaus Kreuzlingen während einer Blinddarmoperation.
Eugen Haffter [Hafter]
18. Mai 1863 – 10. März 1947geboren
Eugen Hafter studierte Altphilologie und war ab 1894 Rektor der Höheren Stadtschule Glarus sowie 1899–1933 kantonaler Schulinspektor. Er präsidierte die Gemeinnützige Gesellschaft des Kantons Glarus und war 1912 Mitgründer der Stiftung Pro Juventute.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er wurde 1863 in Kreuzlingen geboren.
Die Quellen widersprechen sich: Das HLS schreibt den Namen 'Hafter'; die Eingabe führt 'Haffter [Hafter]'.

Emil Hofmann
21. Februar 1865 – 10. März 1927geboren — Egelshofen
Emil Hofmann war reformierter Pfarrer in Stettfurt, Schulinspektor und Politiker der Demokratischen Partei. Er war 1905–27 Thurgauer Regierungsrat und 1898–1927 Nationalrat, 1925–26 dessen Präsident.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er wurde 1865 in Egelshofen (heute Kreuzlingen) als Sohn eines Lehrers geboren und war dort heimatberechtigt.
Julie Merz
22. August 1865 – 10. Januar 1934geboren
Julie Merz, geborene Schmid, war Lehrerin in Biel und ab 1900 freie Journalistin. 1915–34 redigierte sie das «Zentralblatt» des Schweizerischen Gemeinnützigen Frauenvereins; sie setzte sich für das Frauenstimmrecht ein und präsidierte 1922–25 den bernischen Frauenbund.
Mit Kreuzlingen verbunden: Sie wurde 1865 in Emmishofen als Tochter des Sekundarlehrers Jakob Schmid geboren.

Melchior Böniger
21. Dezember 1866 – 30. Juli 1929gestorben
Melchior Böniger war Chemiker bei Kern & Sandoz in Basel, der späteren Sandoz, und 1895–1926 deren Direktor. Er entwickelte Teerfarbstoffe für die Textilindustrie und präsidierte 1924–1928 die Schweizerische Gesellschaft für chemische Industrie.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er starb 1929 in Kreuzlingen; die Quellen nennen keinen weiteren Bezug zum Ort.
Theodor Bissegger
22. September 1869 – 5. März 1921geboren
Ferdinand Theodor Bisseger (Bissegger) war laut Normdatei Künstler, Maler und Zeichner.
Die Quellen widersprechen sich: Die Geburt in Kreuzlingen (Wikidata, nach SIKART) liess sich nicht prüfen, weil SIKART nicht erreichbar war; die GND nennt keinen Ort.
Walther von Meiß
28. April 1869 – 11. September 1934gestorben
Walther von Meiss aus Zürich nahm mit 18 Jahren die badische Staatsbürgerschaft an und war Offizier eines badischen Dragonerregiments. 1902–1906 war er Adjutant der deutschen Generalstabschefs Schlieffen und Moltke; 1919 erhielt er den Titel eines Generalmajors und kehrte 1921 in die Schweiz zurück.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er starb 1934 in Kreuzlingen; die Quelle nennt keinen weiteren Bezug zum Ort.
José Orbegozo Goróstegui
16. Dezember 1870 – 1. Januar 1939gestorben
José Orbegozo Goróstegui aus San Sebastián war Bauingenieur (Ingeniero de caminos, canales y puertos) und Unternehmer. Ab etwa 1898 war er in Bilbao selbständig und führte meist Bauten im Zusammenhang mit der Elektrizitätswirtschaft aus.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er starb am 1. Januar 1939 in Kreuzlingen; der Anlass ist in der abgerufenen Quelle nicht belegt.
Albert Leutenegger
6. Januar 1873 – 9. Januar 1936gestorben
Albert Leutenegger war Lehrer in Schönholzerswilen, promovierte 1910 in Geschichte und war 1926–35 freisinniger Thurgauer Regierungsrat (Erziehung, Sanität, Kirchen). 1923–36 präsidierte er den Historischen Verein des Kantons Thurgau und publizierte zur Thurgauer Geschichte des 19. Jahrhunderts.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er besuchte 1889–92 das Lehrerseminar Kreuzlingen, unterrichtete dort 1909–26 Geschichte und Geografie und starb 1936 in Kreuzlingen.

Franz Jacob Hering
10. Juni 1874 – 24. Mai 1963hat hier gewirkt
Franz Jakob Hering, geboren 1874 und aus dem hessischen Waldmichelbach stammend, trat als Naturarzt auf, der mit Wasser, Licht, Luft, Diät sowie Magnetismus und Hypnose heilen wollte. Weil er kein ärztliches Diplom besass, wurde er 1897 im Thurgau wegen unbefugter Berufsausübung verurteilt und zog den Fall ans Bundesgericht weiter.
Mit Kreuzlingen verbunden: Anfang 1897 liess er sich als Naturarzt in Emmishofen nieder und hielt dort Sprechstunden ab; sein Anwalt vor Bundesgericht war ein Fürsprech aus Kreuzlingen.
Walter Enholtz
17. April 1875 – 11. Dezember 1961geboren
Walter Enholtz lernte in Basel das Aquarellieren, bildete sich an der Ecole des Beaux-Arts in Genf weiter und reiste mit einem Stipendium nach Italien. Bekannt wurde er mit Landschaftsaquarellen, Stillleben und Porträts, oft aus dem Tessin und Basel, wo er bis zu seinem Tod lebte.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er wurde 1875 in Kreuzlingen als Sohn eines Lehrers geboren; die Familie zog später nach Wettingen.
Hedwig Thyssen
19. Dezember 1878 – 31. Juli 1960gestorben
Hedwig Thyssen war die einzige Tochter des Industriellen August Thyssen und Mitinhaberin von Thyssen & Co. Nach dem Tod ihres zweiten Mannes 1925 lebte sie bis 1943 in München.
Mit Kreuzlingen verbunden: Ihre letzten Lebensjahre verbrachte sie im Sanatorium Bellevue in Kreuzlingen, wo sie 1960 starb.

Helen Dahm
21. Mai 1878 – 24. Mai 1968geboren — Egelshofen
Helen Dahm war Malerin des Expressionismus; sie lernte in Zürich und München und setzte sich mit dem Blauen Reiter auseinander. 1919–38 malte sie in Oetwil am See, nach einem Indienaufenthalt indische und christliche Motive, später abstrakt. 1954 erhielt sie als erste Frau den Kunstpreis der Stadt Zürich.
Mit Kreuzlingen verbunden: Sie wurde 1878 in Egelshofen (heute Kreuzlingen) auf Schloss Rosenegg geboren und war in Kurzrickenbach heimatberechtigt; 1897 zog die Familie nach Zürich.
Ernst Heinrich Landrock
4. August 1878 – 30. April 1966gestorben
Ernst Heinrich Landrock gründete 1904 mit Rudolf Franz Lehnert in Tunis ein Fotostudio; über den Verlag «Lehnert & Landrock» vertrieben sie Postkarten und Bildbände mit orientalischen Motiven. Ab 1924 betrieben sie in Kairo ein Geschäft, das Landrock ab 1930 allein führte und 1938 seinem Schwiegersohn übergab.
Mit Kreuzlingen verbunden: Nach der Rückkehr nach Deutschland siedelte er in die Schweiz über und starb 1966 in Kreuzlingen.
Pauline Gutjahr
2. Dezember 1878 – 4. März 1957geboren
Pauline Gutjahr, geborene Maus, war Weissnäherin, SPD-Mitglied in Konstanz und 1933 Leiterin der SPD-Frauen dort. In der NS-Zeit brachte sie Verfolgte in die Schweiz und schmuggelte Schriften wie den «Funken» nach Deutschland. 1938 wurde sie verhaftet, zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt und danach bis 1945 im KZ Ravensbrück festgehalten.
Mit Kreuzlingen verbunden: Sie wurde 1878 in Kreuzlingen geboren, besass aber die deutsche Staatsbürgerschaft; im Prozess gegen Ernst Bärtschi und Andreas Fleig aus Kreuzlingen wurde ihr Name als Anlaufstelle des Schmuggels genannt.
Georg Neuweiler
1879 – 1938geboren
Georg Neuweiler, genannt «Russlandneuweiler», zog jung zu Verwandten nach Russland, lernte auf dem Gut Konstantinowka Käserei sowie Land- und Forstwirtschaft und besass später ein grosses Gut im Gouvernement Nischni Nowgorod mit mehreren Käsereien. Nach der Oktoberrevolution wurde sein Gut zerstört und er floh in die Schweiz, wo er 1919 im Schweizerischen Ernährungsamt arbeitete.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er stammte aus Kreuzlingen (Herkunfts- bzw. Heimatort) und besuchte dort die Sekundarschule.
Hermann Strauss
22. Mai 1880 – 14. März 1970geboren
Hermann Strauss war Kaufmann und später Direktor einer Ziegelei in Heerbrugg. Nach seiner Rückkehr nach Kreuzlingen erforschte er die Lokalgeschichte, etwa in «Die Torkel in Kreuzlingen» (1948).
Mit Kreuzlingen verbunden: Er wurde 1880 in Emmishofen geboren, kehrte 1936 nach Kreuzlingen zurück und gab 1948–1962 die «Beiträge zur Ortsgeschichte von Kreuzlingen» heraus, in denen alle seine Aufsätze erschienen.
Karl Wunderli
21. November 1881 – 25. Oktober 1961gestorben
Karl Wunderli war Agronom, 1908–1943 Sekretär beim Volg in Winterthur und Mitgründer der Zürcher Bauernpartei. Er sass 1917–1926 im Zürcher Kantonsrat und 1919–1925 sowie 1926–1943 im Nationalrat (BGB-Fraktion).
Mit Kreuzlingen verbunden: Er starb 1961 in Kreuzlingen; die Quellen nennen keinen weiteren Bezug zum Ort.

Ludwig Binswanger
13. April 1881 – 5. Februar 1966geboren, hat hier gewirkt und gestorben
Ludwig Binswanger, Enkel des Bellevue-Gründers, studierte Medizin und promovierte bei Carl Gustav Jung am Burghölzli. Ab 1907 verband ihn eine lebenslange Freundschaft mit Sigmund Freud. Aus Psychoanalyse und Philosophie (Husserl, Heidegger) entwickelte er die Daseinsanalyse.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er wurde 1881 in Kreuzlingen geboren, trat 1908 ins väterliche Sanatorium Bellevue ein, leitete es bis 1956 als moderne psychiatrische Privatklinik und starb 1966 in Kreuzlingen; Freud besuchte ihn dort zu Pfingsten 1912.
Die Quellen widersprechen sich: Beginn der Leitung: HLS nennt 1911, Wikipedia teils 1910, teils 1911.
Otto Binswanger
10. Juni 1882 – 1968geboren
Otto Binswanger (1882–1968) promovierte laut Normdatei 1907 in Leipzig; weitere Angaben zu seiner Tätigkeit fanden sich nicht.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er wurde 1882 in Kreuzlingen geboren.

Alexander Castell
21. November 1883 – 21. Februar 1939geboren und gestorben
Alexander Castell (eigentlich Heinrich Wilhelm Lang) studierte Theologie, Philosophie und Kunstgeschichte ohne Abschluss und lebte ab 1913 als freier Schriftsteller in Paris. Er schrieb Romane und Novellen über die elegante Gesellschaft, etwa «Capriccio» (1913), und setzte sich nach 1918 für bessere Beziehungen zwischen Frankreich und der Schweiz ein.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er wurde 1883 in Kurzrickenbach (heute Kreuzlingen) geboren, kehrte 1933 wegen finanzieller Schwierigkeiten nach Kreuzlingen zurück und starb dort 1939.
Helene Meyer
1883 – 1957geboren
Helene Meyer studierte 1902–1907 Geschichte, Germanistik und Romanistik in Zürich und war laut Normdatei Historikerin, Bibliothekarin, Lehrerin und Autorin.
Mit Kreuzlingen verbunden: Sie wurde 1883 in Kreuzlingen geboren.
Otto Brühlmann
19. Februar 1883 – 1964geboren
Otto Brühlmann erwarb 1906 am Polytechnikum Zürich das Diplom als Bauingenieur und arbeitete in der Schweiz, in Argentinien, auf dem Balkan und in Ostafrika. Ab 1921 befasste er sich vorwiegend mit Philosophie; im Sommersemester 1930 studierte er am Bauhaus in Dessau.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er wurde 1883 in Kreuzlingen geboren; die Normdatei führt Kreuzlingen auch als Wirkungsort.
Andreas Fleig
* 26. Januar 1884hat hier gewohnt
Andreas Fleig war Deutscher und schmuggelte ab 1933 zusammen mit Ernst Bärtschi und Karl Durst sozialdemokratische Schriften nach Konstanz. Am 8. Mai 1938 wurde er mit Bärtschi beim Versuch verhaftet, den Gewerkschafter Hans Lutz in die Schweiz zu bringen.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er war Nachbar von Ernst Bärtschi, der in Kreuzlingen wohnte; die Stolperstein-Initiative Konstanz nennt ihn «Andreas Fleig aus Kreuzlingen».
Die Quellen widersprechen sich: Die Lebensdaten aus der Eingabe (1884–1971) liessen sich in den abgerufenen Quellen nicht prüfen.
Karl Meyer
21. November 1885 – 30. November 1950gestorben
Karl Meyer war Historiker, 1920–1945 Professor für Geschichte des Mittelalters an der Universität Zürich und ab 1928 Dozent an der ETH. Er betonte den Einfluss der italienischen Kommunalbewegung auf die Entstehung der Eidgenossenschaft und wirkte mit Vorträgen für die Geistige Landesverteidigung.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er starb 1950 in Kreuzlingen; die Quellen nennen keinen weiteren Bezug zum Ort.

Oskar Hug
13. Mai 1886 – 8. August 1968geboren
Oskar Hug studierte ab 1906 Medizin und führte in Luzern und Zürich eine Praxis für orthopädische Chirurgie. Als Alpinist und Skipionier gelangen ihm zahlreiche Erstbesteigungen, 1910 auch im Kaukasus; im Ersten Weltkrieg war er Rotkreuz-Feldarzt in Serbien.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er wurde 1886 in Kreuzlingen geboren und wuchs dort auf.
Gero von Merhart
17. Oktober 1886 – 4. März 1959gestorben — Schloss Bernegg
Gero Merhart von Bernegg war Prähistoriker; aus russischer Kriegsgefangenschaft und Museumsarbeit in Krasnojarsk ging seine Habilitation «Die Bronzezeit am Jenissei» hervor. 1927 erhielt er in Marburg den ersten deutschen Lehrstuhl für Vorgeschichte.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er zog sich 1949 auf seinen Stammsitz Schloss Bernegg bei Kreuzlingen zurück und starb dort 1959, fast erblindet.
Max Werner Lenz
7. Oktober 1887 – 31. Oktober 1973geboren
Max Werner Lenz (eigentlich Russenberger) war Schauspieler, Regisseur, Kabarettist und Autor. Er leitete das Deutsche Theater in Hermannstadt, schrieb Feuilletons für die NZZ und war 1934–45 Autor, Regisseur und Schauspieler am Zürcher Cabaret Cornichon.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er wurde 1887 in Kreuzlingen geboren und wuchs dort als Sohn eines Bankangestellten auf.
Erich Fischer
8. April 1887 – 22. Januar 1977geboren
Erich Fischer studierte Musikwissenschaft in Berlin und promovierte 1909. Er arbeitete am Phonogrammarchiv in Berlin, schrieb über aussereuropäische Musik und komponierte.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er wurde 1887 in Kreuzlingen geboren und machte das Abitur in Konstanz.
Gottlieb Würmli
1887 – 26. November 1976gestorben
Gottlieb Würmli war laut Normdatei Redakteur; als Wirkungsort ist Mannenbach verzeichnet.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er starb 1976 in Kreuzlingen.
Die Quellen widersprechen sich: Die Deutsche Biographie zeigt fehlerhaft '1976-11-26 – 1976' als Lebensdaten; die GND nennt 1887 als Geburtsjahr.
Martin Othmar Winterhalter
4. Mai 1889 – 22. Juli 1961gestorben
Martin Othmar Winterhalter war Jurist und Unternehmer. 1923 erwarb er das Patent für Reissverschlüsse, verbesserte sie nach dem Rippe-Rille-Prinzip und liess sie unter der Marke Riri herstellen. Wegen Verschleuderung seines Vermögens liessen ihn seine Geschwister ab 1951 psychiatrisch hospitalisieren.
Mit Kreuzlingen verbunden: Ab 1951 war er bis zu seinem Tod 1961 im Sanatorium Bellevue in Kreuzlingen untergebracht.
Fanny Baechler
5. September 1892 – 1. Juni 1968geboren
Fanny Baechler war Malerin; das Biografische Lexikon der Schweizer Kunst verzeichnet Aquarell und Malerei als ihre Techniken.
Mit Kreuzlingen verbunden: Sie wurde 1892 in Kreuzlingen geboren.
Grete Binswanger
19. März 1892 – 24. Dezember 1979gestorben
Grete (Margarete) Binswanger, auch Binswanger-Goetz, war Malerin und Zeichnerin (Aquarell, Malerei, Zeichnung). Die Normdatei verzeichnet Ascona, Zürich und Überlingen als Wirkungsorte sowie Beziehungen zu Bruno Goetz und Robert Binswanger.
Mit Kreuzlingen verbunden: Sie starb 1979 in Kreuzlingen.

Wilhelm Fröhlich
21. November 1892 – 21. Oktober 1969gestorben
Wilhelm Fröhlich war Lehrer und erfand den Radiomann-Baukasten sowie weitere Experimentierkästen, die der Kosmos-Verlag in Stuttgart herausgab. Die Universität Bern verlieh ihm dafür 1957 die Ehrendoktorwürde.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er war von 1916 bis 1958 Sekundarlehrer in Kreuzlingen und entwickelte seine Versuche für den Unterricht dort; er starb 1969 in Kreuzlingen, und das Museum Rosenegg zeigt eine Dauerausstellung seiner Sammlung.

Karl Dammer
2. Januar 1894 – 4. Februar 1977gestorben
Karl Dammer war Dirigent; er arbeitete an der Kölner Oper, in Riga, Trier, Aachen und Bremen und wurde 1937 Generalmusikdirektor an der Deutschen Oper Berlin. 1939 trat er der NSDAP bei und war danach Generalmusikdirektor der Kölner Oper; ab 1949 dirigierte er nur noch als Gast.
Mit Kreuzlingen verbunden: Seinen Lebensabend verbrachte er in Kreuzlingen, wo er 1977 starb.

Margarete Wiener
1895 – 1945gestorben
Margarethe Wiener, geborene Saulmann, war Wirtschaftswissenschaftlerin; sie promovierte 1921 in Freiburg und kritisierte in Artikeln und Büchern die Wirtschaftspolitik der Nationalsozialisten. Mit ihrem Mann Alfred Wiener emigrierte sie 1933 nach Amsterdam, wurde nach Westerbork und Bergen-Belsen deportiert und kam im Januar 1945 mit einem Austauschtransport in die Schweiz.
Mit Kreuzlingen verbunden: Beim ersten Halt des Zugs in Kreuzlingen wurde sie schwer krank ins Kantonsspital Münsterlingen gebracht, wo sie kurz darauf starb; sie ist auf dem jüdischen Friedhof Kreuzlingen begraben.
Die Quellen widersprechen sich: Wikidata nennt Kreuzlingen (und St. Gallen) als Sterbeort; laut seemoz.de starb sie im Kantonsspital Münsterlingen und wurde in Kreuzlingen begraben.
Alex Vömel
23. September 1897 – 1985geboren — Emmishofen
Alex Vömel war Galerist und Kunsthändler in Düsseldorf. Ab 1922 arbeitete er für Alfred Flechtheim und übernahm 1933 dessen Düsseldorfer Galerieräume für eine eigene Galerie; ob er von den Repressalien gegen Flechtheim profitierte, ist umstritten. 1946 eröffnete er die im Krieg zerstörte Galerie neu.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er wurde 1897 in Emmishofen als Sohn des evangelischen Pfarrers Alexander Vömel geboren und besuchte 1908–1912 ein Gymnasium in Konstanz.
Herbert Binswanger
6. September 1900 – 13. Dezember 1975geboren
Herbert Binswanger war laut Normdatei Neurologe und Psychiater mit Wirkungsort Zürich; sie verzeichnet eine Beziehung zu Robert Binswanger.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er wurde 1900 in Kreuzlingen geboren.

Fritz Blanke
22. April 1900 – 4. März 1967geboren
Fritz Blanke war evangelischer Kirchenhistoriker, ab 1929 Professor für Kirchen- und Dogmengeschichte in Zürich und gründete 1964 das Institut für schweizerische Reformationsgeschichte. Er forschte zu Luther, Hamann, Zwingli und den Täufern und war Zürcher EVP-Kantonsrat.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er wurde 1900 in Kreuzlingen als deutscher Staatsangehöriger geboren und besuchte das Gymnasium in Konstanz.
20. Jahrhundert 89
Claire Schibler [-Kägi]
1. November 1901 – 14. Mai 1965gestorben
Claire Schibler-Kägi war Lehrerin und studierte ab 1953 Kunstgeschichte und Volkskunde. Sie gab 1953 zum 150-Jahr-Jubiläum des Kantons das Sammelwerk «Die Frau im Thurgau» heraus, gründete 1951 die thurgauische freisinnige Frauengruppe mit und schrieb für Thurgauer Zeitung und NZZ.
Mit Kreuzlingen verbunden: Sie starb 1965 in Kreuzlingen; die Quellen nennen keinen weiteren Bezug zum Ort.
Eugen Hiestand
6. Februar 1901 – 28. September 1940geboren
Eugen (Ernst Reinhard) Hiestand trat 1921 in die Erzabtei Beuron ein und wurde 1926 zum Priester geweiht. Nach einer psychischen Erkrankung wurde er 1940 in der Tötungsanstalt Grafeneck im Rahmen des nationalsozialistischen «Euthanasie»-Programms ermordet. Die katholische Kirche in Deutschland führt ihn im Martyrologium des 20. Jahrhunderts.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er wurde 1901 in Kreuzlingen geboren und wuchs dort als Sohn eines Packers auf.
Ernst Bärtschi
25. Februar 1903 – 7. Dezember 1983hat hier gewohnt
Ernst Bärtschi war Aluminiumdreher, Gewerkschafter und Fluchthelfer. Ab 1933 schmuggelte er mit Andreas Fleig und Karl Durst sozialdemokratische Schriften wie den «Funken» nach Deutschland und half Verfolgten über Bodensee und Grenze in die Schweiz. 1938 wurde er in Konstanz verhaftet, vom Volksgerichtshof zu 13 Jahren Zuchthaus verurteilt und erst 1945 befreit.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er arbeitete ab 1920 in der Aluminiumwalzerei in Emmishofen; in seinem Haus in Kreuzlingen fanden Emigranten oft ihre erste Unterkunft.
Theodor Scharmann
12. Juli 1903 – 1. November 1986geboren
Theodor Scharmann war Wirtschafts- und Sozialpsychologe. Er studierte in Heidelberg und Frankfurt Germanistik, ab 1933 Psychologie und Soziologie. Ab 1935 arbeitete er als Heerespsychologe, ab 1939 in Wien in einem Hirnverletztenlazarett.
Mit Kreuzlingen verbunden: Geboren in Kreuzlingen; seine frühe Kindheit verbrachte er in der Schweiz nahe Konstanz, im Ersten Weltkrieg zog er nach Deutschland.
Die Quellen widersprechen sich: Wikidata nennt als Geburtsdatum 12.7.1903, Wikipedia (de) den 12. Juli 1907.

Wilhelm Blanke
29. Januar 1904 – 7. Dezember 1944geboren — Emmishofen
Wilhelm Blanke war ein deutscher Widerstandskämpfer. Als Dolmetscher im Stab des deutschen Militärbefehlshabers in Paris nahm er 1942 Kontakt zur Résistance auf und lieferte ihr geheime Wehrmachtsberichte. Er starb 1944 in der Justizvollzugsanstalt Brandenburg-Görden.
Mit Kreuzlingen verbunden: Geboren 1904 in Emmishofen (heute Kreuzlingen) als Sohn des Konstanzer Verlegers Johannes Blanke.
Eugen Mattes
1904 – 1980geboren
Eugen Mattes war ein Schweizer Schriftsteller und Sohn eines Schuhmachers. Nach einer Bäcker-Konditor-Lehre arbeitete er ab 1929 als Kondukteur der Zürcher Strassenbahn. 1947 erhielt er den Conrad-Ferdinand-Meyer-Preis.
Mit Kreuzlingen verbunden: Geboren 1904 in Kreuzlingen; als Vierzehnjähriger kehrte er mit der Familie in die Nähe von Kreuzlingen zurück und arbeitete dort in einer Molkerei.
Jakob Brüllmann
24. Dezember 1904 – 30. Juni 1993geboren und gestorben
Jakob Brüllmann war Unternehmer. Ab 1931 baute er mit seinem Bruder Julius den väterlichen Glashandel zur Jakob Brüllmann Söhne AG aus (Glashandel, Spiegelfabrikation, Metallbau). Er war 1962–1972 FDP-Kantonsrat.
Mit Kreuzlingen verbunden: In Kreuzlingen geboren und gestorben; führte die Firma Jakob Brüllmann Söhne AG in Kreuzlingen (1931 7, 1979 180 Mitarbeitende) und sass 1948–1972 im Gemeinderat von Kreuzlingen.
Emil Staiger
8. Februar 1908 – 28. April 1987geboren
Emil Staiger war Germanist und 1943–1976 ordentlicher Professor an der Universität Zürich. Bekannt wurde er durch seine textimmanente Methode der Interpretation. 1966 löste er den Zürcher Literaturstreit aus.
Mit Kreuzlingen verbunden: Geboren 1908 in Kreuzlingen als Sohn eines Fabrikanten; Bürger von Kreuzlingen und Ermatingen.
Heinz Rosen
1908 – 1972gestorben
Heinz Rosen (Namensvariante Heinz Levi Rosenthal) war Tänzer, Ballettmeister, Choreograf und Regisseur. Er wurde 1908 in Hannover geboren.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er starb 1972 in Kreuzlingen; weitere Bezüge nennen die Quellen nicht.
Hugo Schriesheimer
13. September 1908 – 7. Oktober 1989gestorben
Hugo Schriesheimer war ein jüdischer Ingenieur aus Konstanz, einziges Kind von Max und Rosa Schriesheimer, die eine Eisenwarenhandlung betrieben. Nach dem Novemberpogrom 1938 war er mehrere Monate im KZ Dachau, am 22. Oktober 1940 wurde er mit seiner Familie nach Gurs deportiert. Ihm gelang die Flucht in die Schweiz; 1947 wanderte er in die USA aus.
Mit Kreuzlingen verbunden: Die Familie hatte in Kreuzlingen eine Niederlassung eröffnet; 1938 zerschlug sich die Hoffnung, das Geschäft dort weiterzuführen. 1971 liess er sich in Kreuzlingen nieder, wo er 1989 starb; die jüdische Gemeinde Kreuzlingen räumte seine Wohnung.
Die Quellen widersprechen sich: Die GND (und die Wikidata-Beschreibung) nennt «1942 deportiert nach Gurs»; die Verlagsdarstellung zur Biografie von M.-E. Rehn nennt den 22. Oktober 1940.
Lothar Rothschild
1909 – 1974hat hier gewirkt
Lothar Rothschild war Rabbiner und Publizist des religiös-liberalen Judentums. Nach Stationen in Saarbrücken und in der Basler Flüchtlingshilfe war er 1943–1969 Rabbiner in St. Gallen. Ab 1957 gab er die Zeitschrift «Tradition und Erneuerung» heraus.
Mit Kreuzlingen verbunden: Nach seiner St. Galler Zeit war er bis zu seinem Tod 1974 Rabbiner von Kreuzlingen.
Die Quellen widersprechen sich: Reihenfolge unklar: Wikipedia (de) nennt Kreuzlingen vor St. Gallen, das HLS nennt Kreuzlingen nach St. Gallen (1969–1974). Der Text folgt dem HLS.
Heinz Kisters
1912 – 1977gestorben
Heinz Kisters war ein deutscher Kunsthändler und Sammler. Ursprünglich Hochfrequenztechniker, betrieb er 1931–1945 ein Radiogeschäft und lebte bis 1957 in Meersburg. Er trug eine Sammlung alter Meister zusammen.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er starb 1977 in Kreuzlingen; seine Sammlung wird von der «Stiftung Heinz Kisters» in Kreuzlingen weitergeführt, 1971 wurde sie in Kreuzlingen ausgestellt.
Peter W. Häberlin
26. Mai 1912 – 9. Juli 1953geboren
Peter Werner Häberlin war Fotograf, bekannt für Bildserien von Wanderungen durch die Sahara 1949–1952. Nach einer Konditorlehre in Berneck (1928–1931) wanderte er 1932–1934 zu Fuss von der Schweiz über Italien nach Nordafrika.
Mit Kreuzlingen verbunden: Geboren 1912 in Kreuzlingen; aufgewachsen ist er im deutschen Singen.
Die Quellen widersprechen sich: Geburtsdatum: Wikidata und GND nennen den 26.5.1912, die Wikipedia-Artikel (en, it) den 25.5.1912.
Karl Blanke
3. November 1912 – 17. Dezember 1981geboren
Karl Blanke ist in der GND als Arzt, Chirurg und Hochschullehrer verzeichnet. Er starb 1982 in Konstanz.
Mit Kreuzlingen verbunden: Geboren in Kreuzlingen (laut GND); weitere Bezüge sind in den abgerufenen Quellen nicht belegt.
Die Quellen widersprechen sich: Todesjahr: Wikidata nennt den 17.12.1981, die GND den 17.12.1982.
Libero de Luca
13. März 1913 – 4. August 1997geboren
Libero De Luca war Opernsänger (Tenor). Nach Engagements in Biel-Solothurn, Bern und Zürich sang er 1949–1960 an der Pariser Oper und der Opéra-Comique. Ab 1961 lebte er als Gesangspädagoge in Horn.
Mit Kreuzlingen verbunden: Geboren 1913 in Kreuzlingen als Sohn eines Weinhändlers aus Treviso.
Die Quellen widersprechen sich: Wikidata gibt als Geburtsdatum den 13.3.1913 an, das HLS den 17.3.1913.
Wolfgang Binswanger
1914 – 1993geboren
Wolfgang Binswanger war Psychiater und Psychoanalytiker, Sohn von Ludwig Binswanger. Er befasste sich mit neuen milieutherapeutischen Behandlungsmodellen.
Mit Kreuzlingen verbunden: In Kreuzlingen geboren; leitete 1956–1979 als Nachfolger seines Vaters das Sanatorium Bellevue in Kreuzlingen und stellte 1980 den Betrieb aus finanziellen Gründen ein.
Kurt Rickenmann
8. Juli 1914 – 10. Juli 1974geboren
Kurt Rickenmann war Berufsoffizier. Ab 1941 Instruktor der Infanterie, ab 1947 Generalstabsoffizier, kommandierte er 1962–1968 als Divisionär die Grenzdivision 7. 1968–1974 leitete er das Bundesamt für Adjutantur.
Mit Kreuzlingen verbunden: Geboren 1914 in Kreuzlingen; arbeitete 1934–1938 unter anderem in Kreuzlingen als kaufmännischer Angestellter.
Alfred Abegg
18. November 1914 – 13. August 1998gestorben
Alfred Abegg war Lehrer und SP-Politiker. Er war 1963–1971 Nationalrat und 1972–1980 Thurgauer Regierungsrat (Sanität, Erziehung). Er setzte sich für die Reorganisation des thurgauischen Spitalwesens ein.
Mit Kreuzlingen verbunden: Absolvierte 1930–1934 das Lehrerseminar Kreuzlingen, unterrichtete 1946–1958 in Kreuzlingen und war 1958–1972 Stadtammann von Kreuzlingen; er starb 1998 in Kreuzlingen.
Kurt Onken
1914 – 2007gestorben
Kurt Onken war Inhaber einer Fernschule. Er gründete 1937 ein eigenes Technisches Lehrinstitut; bereits sein Vater Franz Onken hatte 1908 in Zürich ein Technisches Lehrinstitut gegründet und erste Fernkurse angeboten.
Mit Kreuzlingen verbunden: 1937 gründete er das Technische Lehrinstitut in Kreuzlingen und siedelte es 1943 im Gut Hochstrass in Tägerwilen an.
Die Quellen widersprechen sich: Der Wikipedia-Link «Kurt Onken» leitet auf den Artikel über seinen Sohn Thomas Onken weiter; der Sterbeort Kreuzlingen (Wikidata) ist in den abgerufenen Quellen nicht belegt.
Peter Binswanger
23. Februar 1916 – 7. Juni 1997geboren
Peter Binswanger war Jurist und Fachmann der Sozialversicherung. Im Bundesamt für Sozialversicherung war er massgeblich an der Schaffung der AHV beteiligt, unter anderem als Redaktor des AHV-Gesetzes. 1968–1981 war er Generaldirektor der Winterthur Leben, 1980–1993 Präsident der Pro Senectute.
Mit Kreuzlingen verbunden: Geboren 1916 in Kreuzlingen als Sohn von Otto Binswanger, dem Leiter des Sanatoriums Bellevue; besuchte Schulen in Kreuzlingen.
Luigi Agustoni
16. Januar 1917 – 31. März 2004geboren
Luigi Agustoni war Theologe und Kirchenmusiker. Er lehrte Gregorianischen Choral in Lugano (1945–1956) und am Pontificio Istituto Ambrosiano di Musica Sacra in Mailand (1955–1989) und war ab 1957 Pfarrer von Orselina. Sein Bruder war Kurienkardinal Gilberto Agustoni.
Mit Kreuzlingen verbunden: Geboren 1917 in Kreuzlingen; weitere Bezüge zum Ort nennt die Quelle nicht.
Siegfried Hildenbrand
7. November 1917 – 6. September 1996geboren
Siegfried Hildenbrand war Organist und Komponist. Von 1952 bis 1992 war er Domorganist in St. Gallen und betreute in dieser Zeit über hundert Orgel-Neu- und Umbauten. Er initiierte die St. Galler Domorgelkonzerte.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er wuchs in Kreuzlingen auf und begleitete schon als Zehnjähriger Gottesdienste in St. Ulrich; vor St. Gallen versah er den Orgeldienst unter anderem in Kreuzlingen. Nach seinem Tod 1996 wurde in St. Ulrich in Kreuzlingen ein Trauergottesdienst gehalten.
Die Quellen widersprechen sich: Wikidata führt zusätzlich ein Geburtsdatum 1.1.1917 und nennt Bottighofen als Sterbeort; der Sterbeort ist in den abgerufenen Quellen nicht belegt.

Erich Böckli
13. Juli 1919 – 4. März 2005geboren
Erich Böckli war Jurist und FDP-Politiker. Er war 1953–1965 Thurgauer Oberrichter und 1965–1986 Regierungsrat (Justiz, Polizei, Fürsorge), in dessen Amtszeit das Polizei-, das Verwaltungsrechts- und das Strafrechtspflegegesetz entstanden.
Mit Kreuzlingen verbunden: Geboren 1919 in Kreuzlingen; 1947–1953 Präsident des Bezirksgerichts Kreuzlingen und 1949–1955 Gemeinderat von Kreuzlingen.
Bruno Zahner
1919 – 2007gestorben
Bruno Zahner war Komponist, Organist und Kirchenmusiker aus Sirnach. Er gilt als Schöpfer der Schweizer Psalmodie und gab Kurse für neue liturgische Musik; im katholischen Kirchengesangbuch der Schweiz stehen Melodien und Sätze von ihm.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er erhielt seine Lehrerausbildung am Seminar Kreuzlingen, leitete 1970–1987 den Oratorienchor Kreuzlingen und starb 2007 in Kreuzlingen.
Kirchengesangbuch.ch: Biografien L–ZOratorienchor Kreuzlingen: ChorGNDWikidata
Norbert W. Luft
8. September 1919 – 15. Januar 1997gestorben
Norbert W. Luft war ein deutscher Chemiker. Nach Tätigkeiten in Raketenforschung und Industrie wurde er 1963 Dozent und 1974 Professor an der Fachhochschule Konstanz, deren Rektor er 1977–1980 war.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er starb 1997 in Kreuzlingen; weitere Bezüge nennt die Quelle nicht.
Armin Schibler
20. November 1920 – 7. September 1986geboren
Armin Schibler war Komponist und Musiklehrer. Er studierte 1940–1945 Komposition am Konservatorium Zürich und unterrichtete 1944–1986 am Literar- und Realgymnasium Zürich. Im Zentrum seines Werks standen das Musikdramatische und das Verhältnis von Musik und Sprache.
Mit Kreuzlingen verbunden: Geboren 1920 in Kreuzlingen als Sohn eines Zollbeamten.
Lore Vogler-Bracher
25. Oktober 1920 – 2. Dezember 2004geboren
Lore Vogler-Bracher war Lyrikerin, Malerin, Lehrerin und Katechetin. Sie unterrichtete unter anderem in Biberist, arbeitete am Kalender «Lueg nit verby» in Solothurn mit und zog 1957 nach Adliswil, wo sie 2004 starb.
Mit Kreuzlingen verbunden: Geboren in Kreuzlingen (laut GND); weitere Bezüge sind in den abgerufenen Quellen nicht belegt.
Guido Bagutti
19. Oktober 1923 – 10. Februar 1981geboren
Guido Bagutti ist in der GND als Künstler verzeichnet (1923–1981); er starb in Bellinzona.
Mit Kreuzlingen verbunden: Geboren in Kreuzlingen (laut GND); weitere Bezüge sind in den abgerufenen Quellen nicht belegt.
Die Quellen widersprechen sich: Wikidata beschreibt ihn als Fotografen; die GND nennt nur «Künstler».
Anton Bernhardsgrütter
12. April 1925 – 24. Dezember 2015gestorben
Anton Bernhardsgrütter war Maler, Zeichner, Lithograf und Autor. Er war Lehrer, zuerst ab 1949 an der Gesamtschule Halden TG.
Mit Kreuzlingen verbunden: Besuchte 1941–1945 das Lehrerseminar Kreuzlingen, wo Seminardirektor Willi Schohaus ihn förderte; wechselte 1951 als Lehrer nach Kreuzlingen und starb 2015 im Alterszentrum Kreuzlingen. 2015 zeigte das Museum Rosenegg dreissig seiner Werke.

Heinz Moll
25. Juli 1928 – 20. März 2008geboren
Heinz Moll war Jurist und FDP-Politiker. Er war 1968–1983 Kantonsrat (1981–1982 Ratspräsident) und 1983–1987 Thurgauer Ständerat; 1987 unterlag er Thomas Onken. 1983–1996 präsidierte er den Bankrat der Thurgauer Kantonalbank.
Mit Kreuzlingen verbunden: Geboren 1928 in Kreuzlingen als Sohn eines Metzgermeisters; 1958–1975 Notar des Kreises Kreuzlingen, danach Anwalt in Kreuzlingen, 1961–1971 Kreuzlinger Gemeinderat (1965–1966 Präsident).
Ernst Ungricht-Lüscher
17. Mai 1929 – 10. Mai 2001gestorben
Ernst Ungricht war Werkzeugmacher, Feinmechaniker, Maler und Zeichner. Er wuchs als Arbeitersohn in Winterthur auf und besuchte neben dem Beruf Mal- und Zeichenkurse, unter anderem an der Kunst-Akademie Meuron in Neuenburg. Er malte vor allem Ried-, Fluss- und Seelandschaften.
Mit Kreuzlingen verbunden: Nach langen Jahren in Neuenhof zog er 1997 mit seiner Frau nach Kreuzlingen, stellte 2000 im Blauen Haus Kreuzlingen aus und starb 2001 in Kreuzlingen.
Vincenc Draksler
2. Januar 1930 – 3. September 2018gestorben
Vincenc Draksler war Unternehmer und Wohltäter aus Kranj (Slowenien). In Deutschland war er im Handel und mit Immobilien tätig und gründete in München eine Fleischwarenfabrik. Er finanzierte in Kranj eine Stiftung für Suchtkranke und gründete 2013 eine Stiftung in der Schweiz für kranke Kinder.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er verbrachte den Grossteil seines Lebens in der Schweiz und starb 2018 in Kreuzlingen.
Die Quellen widersprechen sich: Die Quelle enthält einen offensichtlichen Tippfehler («Leta 1858» für den Umzug nach Deutschland); das Jahr wurde nicht übernommen.
Rolf Wessendorf
24. Juni 1931 – 13. Juli 2023geboren
Rolf Wessendorf ist in der GND als Schweizer Fotograf verzeichnet (1931–2023).
Die Quellen widersprechen sich: Wikidata nennt Kreuzlingen als Geburtsort (Quelle fotoCH); in der abgerufenen GND fehlt ein Geburtsort. fotoCH wurde nicht abgerufen. Ortsbezug unbelegt.
Ernst Herhaus
6. Februar 1932 – 12. März 2010gestorben
Ernst Herhaus war ein deutscher Schriftsteller, auch unter den Pseudonymen Eugenio Benedetti und Clemens Fettmilch. Sein Romandebüt «Die homburgische Hochzeit» erhielt überwiegend positive Kritiken. 1973 löste er sich mit Hilfe der Anonymen Alkoholiker von seiner Alkoholsucht und verarbeitete dies in einer Trilogie.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er lebte später in der Schweiz, starb 2010 in Kreuzlingen und wurde auf dem Zentralfriedhof Kreuzlingen bestattet.

Jürg Schoop
11. Juni 1934 – 31. März 2024gestorben
Jürg Schoop war ein Schweizer Künstler. Er wuchs in Romanshorn auf, lernte Schaufensterdekorateur und gründete 1956 mit Kollegen die nonkonformistische Monatszeitschrift «clou». 27 Jahre lebte und arbeitete er im Fahrhof in Neunforn.
Mit Kreuzlingen verbunden: Nach der Zeit in Neunforn lebte er bis zu seinem Tod 2024 in Kreuzlingen.
Emil E. Kobi
20. April 1935 – 13. April 2011geboren
Emil E. Kobi war Heilpädagoge. Nach dem Lehrerseminar bildete er sich zum Sonderschullehrer weiter und studierte unter anderem Pädagogik und Heilpädagogik. 1971 habilitierte er sich an der Universität Basel für Heilpädagogik.
Mit Kreuzlingen verbunden: Geboren 1935 in Kreuzlingen; weitere Bezüge nennt die Quelle nicht.
Günter Neurohr
8. März 1935 – 19. Februar 2011gestorben
Günter Neurohr war ein deutscher Kommunalpolitiker. Von 1976 bis 2000 war er Oberbürgermeister von Radolfzell am Bodensee und richtete als einer der ersten deutschen Bürgermeister ein Umweltamt ein.
Mit Kreuzlingen verbunden: Nach einem Schlaganfall im Februar 2011 wurde er von Konstanz in eine Klinik in Kreuzlingen verlegt, wo er starb.

Bruno Lang
* 25. Juni 1936geboren
Bruno Lang ist ein Schweizer Künstler, Sohn eines Försters. Nach einer Lehre als Metallbauschlosser bildete er sich zum Grafiker weiter und arbeitete als Zeichenlehrer und Leiter eines Grafikateliers.
Mit Kreuzlingen verbunden: Geboren 1936 in Kreuzlingen; nach Jahren in Ermatingen und im Burgund lebt er wieder in Kreuzlingen. 1968 stellte er in der Galerie Klubschule Kreuzlingen aus.
Herbert Gamper
21. April 1936 – 12. Februar 2019geboren
Herbert Gamper war Literatur- und Theaterwissenschaftler, Verfasser früher Studien zu Thomas Bernhard und Ödön von Horváth. In den 1970er-Jahren war er Dramaturg am Theater am Neumarkt in Zürich.
Mit Kreuzlingen verbunden: Geboren 1936 in Kreuzlingen (GND); er starb 2019 in Münsterlingen und wurde in Kreuzlingen beigesetzt.
Bernhard Klee
19. April 1936 – 10. Oktober 2025gestorben
Bernhard Klee war ein deutscher Dirigent und Pianist. Mit 29 Jahren wurde er Generalmusikdirektor in Lübeck, 1977–1987 wirkte er als Generalmusikdirektor in Düsseldorf. Er war unter anderem Chefdirigent der NDR Radiophilharmonie in Hannover.
Mit Kreuzlingen verbunden: Seit 1982 lebte er mit seiner zweiten Frau in Wagerswil und Kreuzlingen; im Oktober 2025 starb er in Kreuzlingen.
Hans-Ulrich Wepfer
2. August 1938 – 3. Juli 2024gestorben
Hans-Ulrich Wepfer war Historiker, Seminarlehrer, Denkmalpfleger und Museumsleiter. Er promovierte 1968 mit einer Arbeit über den Thurgauer Geschichtsforscher Johann Adam Pupikofer.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er unterrichtete 1968–2003 Geschichte und Englisch am Lehrerseminar in Kreuzlingen, initiierte das 1993 eröffnete Seemuseum in der Kornschütte Kreuzlingen und starb 2024 in Kreuzlingen.
Wernher Buck
26. August 1938 – 24. Juli 1982geboren
Wernher Buck war Schauspieler und Sprecher, unter anderem für Filmsynchronisationen und Hörspiele. Von 1967 bis 1982 gehörte er zum Ensemble des Schauspielhauses Zürich. Er starb 1982 in Parma.
Mit Kreuzlingen verbunden: Geboren in Kreuzlingen (laut GND); weitere Bezüge sind in den abgerufenen Quellen nicht belegt.

Peter Schmid
* 4. Oktober 1940geboren
Peter Schmid ist Heilpädagoge und Politiker der Grünen. Er war 1983 Mitbegründer und erster Präsident der Grünen Thurgau, 1987–1990 Präsident der Grünen Schweiz und ab 1987 Nationalrat. 1973–2000 war er Dozent am Heilpädagogischen Seminar Zürich.
Mit Kreuzlingen verbunden: Geboren 1940 in Kreuzlingen, wo er aufwuchs und Primar- und Sekundarschule besuchte.
Ralf Binswanger
* 9. Mai 1940geboren
Ralf Binswanger ist Psychiater, Psychoanalytiker und Sexualwissenschaftler. Als Gefängnispsychiater im Kanton Zürich (1971–1979) setzte er sich mit der Isolationshaft auseinander. Er gehörte zu den Pionieren des Psychodramas in der Schweiz.
Mit Kreuzlingen verbunden: Geboren 1940 in Kreuzlingen; wuchs in der Familienklinik Bellevue auf, deren administrativer Leiter sein Vater Werner bis 1957 war.
Ueli Sauter
* 1941geboren
Ueli Sauter ist Bestattungsunternehmer und entwickelte das Konzept der Bestattungswälder. Der Elektroingenieur begann auf eigenem Grund mit Baumbeisetzungen im «FriedWald» und erhielt 1999 die offizielle Genehmigung.
Mit Kreuzlingen verbunden: Geboren 1941 in Kreuzlingen; weitere Bezüge nennt die Quelle nicht.
Die Quellen widersprechen sich: Wikidata gibt als Geburtsdatum den 1.1.1941 an (vermutlich nur Jahresangabe), Wikipedia (de) den 18. Mai 1941.
Urs Egli
6. Juli 1941 – 1. Juli 2018gestorben
Urs Egli war Sprachwissenschaftler. Von 1978 bis 2006 war er Professor für Allgemeine Sprachwissenschaft an der Universität Konstanz; Schwerpunkte waren Semantik und stoische Sprachtheorie.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er lebte in Kreuzlingen und starb dort 2018.

Peter Niederer
* 1. Mai 1941geboren
Peter Niederer ist Physiker. Er promovierte 1972 an der ETH Zürich bei Hans Ziegler und arbeitete danach am Institut für Biomedizinische Technik der Universität und der ETH Zürich.
Mit Kreuzlingen verbunden: Geboren 1941 in Kreuzlingen; weitere Bezüge nennt die Quelle nicht.

Thomas Onken
6. Mai 1941 – 14. März 2000geboren
Thomas Onken war Kunsthistoriker, Unternehmer und SP-Politiker. Er leitete das Lehrinstitut Onken administrativ, präsidierte 1974–1985 den Europäischen Fernschulrat und war 1987–1999 Thurgauer Ständerat.
Mit Kreuzlingen verbunden: Geboren 1941 in Kreuzlingen, wo er Schulen besuchte. Er leitete das Lehrinstitut Onken AG in Kreuzlingen, präsidierte 1977–1984 die SP des Bezirks Kreuzlingen, war Mitinhaber der Galerie Kunstraum und langjähriger Leiter des Theaters an der Grenze in Kreuzlingen.
Die Quellen widersprechen sich: Beginn der Leitung des Lehrinstituts: HLS nennt 1970, Wikipedia (de) 1979.

Mirko Frýba
21. Januar 1943 – 24. Juli 2016gestorben
Mirko Frýba war Psychoanalytiker und Dozent für Psychologie; später wurde er in Sri Lanka unter dem Namen Bhikkhu Kusalananda buddhistischer Mönch. Er emigrierte nach 1968 in die Schweiz, promovierte 1975 in Bern und war Gründungspräsident der Schweizerischen Buddhistischen Union.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er starb 2016 in Kreuzlingen; weitere Bezüge nennt die Quelle nicht.
Die Quellen widersprechen sich: Wikidata führt zwei Sterbedaten (23. und 24.7.2016); Wikipedia (de) nennt den 23. Juli 2016.
Hans Peter Binswanger-Mkhize
9. Juni 1943 – 4. August 2017geboren
Hans Peter Binswanger-Mkhize war Agrarökonom. Er arbeitete von 1980 bis 2004 bei der Weltbank, zuletzt als Senior Advisor, und war Professor an der Tshwane University of Technology in Südafrika.
Mit Kreuzlingen verbunden: Geboren 1943 in Kreuzlingen; er ist ein Bruder von Ralf Binswanger aus der Familie, die das Sanatorium Bellevue führte.

Vreni Hubmann
* 15. Mai 1944geboren
Vreni Hubmann ist Lehrerin und SP-Politikerin. Ab 1974 unterrichtete sie Französisch und Italienisch an der Kantonsschule Rämibühl in Zürich. Sie sass 1982–1995 im Zürcher Gemeinderat und wurde 1995 in den Nationalrat gewählt.
Mit Kreuzlingen verbunden: Geboren 1944 in Kreuzlingen, wo sie aufwuchs und das Seminar besuchte.
Christian Lippuner
20. Juli 1947 – 18. Juli 2023gestorben
Christian Lippuner war Maler, Plastiker und Lyriker. Er war in Mannenbach tätig; 2021 stellte er die Stahlplastik «Humanitas» im Skulpturenpark in Bad Ragaz aus.
Mit Kreuzlingen verbunden: Laut GND starb er 2023 in Kreuzlingen; der Nachruf auf thurgaukultur.ch nennt keinen Sterbeort.
Richard Tisserand
10. März 1948 – 23. November 2022gestorben
Richard Tisserand (bürgerlich Richard Weber) war Maler und Zeichner. Ab 1971 arbeitete er in Ateliers in Paris, Stein am Rhein und Neuhausen am Rheinfall. 1988 erhielt er den Thurgauer Kulturpreis.
Mit Kreuzlingen verbunden: Von 2005 bis 2022 war er Kurator im «Kunstraum Kreuzlingen» und im «Medienzentrum Tiefparterre».
Die Quellen widersprechen sich: Wikidata ordnet ihn Kreuzlingen als Sterbeort zu; Wikipedia (de) nennt keinen Sterbeort, nur die Tätigkeit als Kurator in Kreuzlingen.
Willi Wottreng
* 27. Oktober 1948geboren
Willi Wottreng ist Schriftsteller und Journalist mit den Schwerpunkten Alltagskultur, Kriminalgeschichte und Menschen am Rand der Gesellschaft. Er war 1971–1978 Lehrer an der Gewerbeschule Zürich und arbeitete danach lange als Journalist und Redaktor.
Mit Kreuzlingen verbunden: Geboren 1948 in Kreuzlingen; weitere Bezüge nennt die Quelle nicht.
Pic
* 11. März 1949geboren
Pic (Richard Hirzel) ist Clown und Pantomime. Er besuchte ab 1972 die École Jacques Lecoq in Paris und trug zu den ersten Erfolgen des Circus Roncalli bei. Er wuchs in St. Gallen auf.
Mit Kreuzlingen verbunden: Geboren 1949 in Kreuzlingen; aufgewachsen ist er in St. Gallen.

Urs Kliby
* 24. Dezember 1950geboren
Urs Kliby (früher Urs Kliebenschädel) ist Bauchredner und Sänger. Mit der Esel-Puppe Caroline hatte er vor allem in den 1970er- und 1980er-Jahren Erfolg und verkaufte über eine Million Tonträger. In den 1990er-Jahren moderierte er den «Donnschtig-Jass».
Mit Kreuzlingen verbunden: Er stammt aus Kreuzlingen, arbeitete einige Jahre am SBB-Billettschalter in Kreuzlingen und lebt dort.
Die Quellen widersprechen sich: Wikidata nennt Kreuzlingen als Geburtsort; Wikipedia (de) sagt nur «aus Kreuzlingen», ohne Geburtsort.

Jossi Wieler
* 6. August 1951geboren
Jossi Wieler ist Theater- und Opernregisseur. Er studierte Regie in Tel Aviv, war Hausregisseur unter anderem in Basel, Hamburg und an den Münchner Kammerspielen und 2011–2018 Intendant der Staatsoper Stuttgart.
Mit Kreuzlingen verbunden: Geboren 1951 als Josef Wieler in Kreuzlingen; weitere Bezüge nennt die Quelle nicht.
Hans-Ruedi Binswanger
30. Juni 1952 – 29. März 2022geboren
Hans-Ruedi Binswanger war Schauspieler und Schriftsteller, Enkel des Psychiaters Ludwig Binswanger. Nach der Schauspielschule war er am Stadttheater Konstanz engagiert.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er wuchs in Kreuzlingen auf und gründete dort 1990 mit Gregor Vogel das See-Burgtheater; sein Buch «Heimat oder wo das Herz brennt» erschien 2005 in Kreuzlingen.
Die Quellen widersprechen sich: Wikidata nennt Kreuzlingen als Geburtsort; Wikipedia (de) nennt keinen Geburtsort, nur dass er in Kreuzlingen aufwuchs.
René Schuhmacher
* 2. August 1953geboren
René Schuhmacher ist Verleger, Jurist und politischer Aktivist. Er gründete den Konsumenteninfo-Verlag und gibt Zeitschriften wie K-Tipp, Saldo und Plädoyer heraus.
Mit Kreuzlingen verbunden: Geboren 1953 in Kreuzlingen, wo er mit zwei Geschwistern aufwuchs.
Hermann Merz
* 1954geboren
Hermann Merz, Pseudonym Joel Dominique Sante, ist Kriminalschriftsteller, bekannt für die Romanserie «Tatort Thurgau». Ab 1976 war er Beamter der Kantonspolizei Thurgau, unter anderem bei Kriminalpolizei und Kriminaltechnischem Dienst.
Mit Kreuzlingen verbunden: Geboren 1954 in Kreuzlingen, wo er aufwuchs und zur Schule ging.
Christoph Vögele
* 1957geboren
Christoph Vögele ist Kunsthistoriker und Kurator. Laut GND studierte er Kunstgeschichte und Germanistik in Zürich, Paris und Albany und war Primarlehrer, Kunstkritiker und Museumsdirektor.
Mit Kreuzlingen verbunden: Geboren in Kreuzlingen (laut GND); weitere Bezüge sind in den abgerufenen Quellen nicht belegt.
Daniel Hausig
* 1959geboren
Daniel Hausig ist Künstler mit Schwerpunkt Licht-, Foto- und Installationskunst. Er studierte Restaurierung in Bern und Freie Kunst in Hamburg und war 1999–2025 Professor für Licht und Intermedia an der Hochschule der Bildenden Künste Saar.
Mit Kreuzlingen verbunden: Geboren in Kreuzlingen; weitere Bezüge nennt die Quelle nicht.
Corinne Holtz
* 1. Juli 1962geboren
Corinne Holtz ist Musikerin, Musikwissenschaftlerin und Publizistin. Sie promovierte 2009 in Bern über Ruth Berghaus und war 1989–2011 Redaktorin für Musik und Musiktheater bei DRS 2.
Die Quellen widersprechen sich: Wikidata nennt Kreuzlingen als Geburtsort und den 1.7.1962 als Datum; Wikipedia (de) nennt nur das Jahr 1962 und keinen Ort. Ortsbezug unbelegt.

Christian Lohr
* 5. April 1962geboren
Christian Lohr ist Politiker (Die Mitte, vormals CVP), Journalist und Publizist. 1994–2008 präsidierte er Plusport Behindertensport Schweiz. 2000–2014 sass er im Thurgauer Grossen Rat (2008–2009 Präsident), seit 2011 ist er Nationalrat.
Mit Kreuzlingen verbunden: Geboren 1962 in Kreuzlingen und dort heimatberechtigt; Matura an der Kantonsschule Kreuzlingen, ab 1999 Gemeinderat der Stadt Kreuzlingen; er wohnt in Kreuzlingen.
Martin Sallmann
* 10. Dezember 1963geboren
Martin Sallmann ist reformierter Theologe und Kirchenhistoriker. Er promovierte 1997 über Huldrych Zwingli und ist Professor an der Universität Bern (ab 2007, seit 2014 ordentlich), seit 2012 Dekan der Theologischen Fakultät.
Mit Kreuzlingen verbunden: Geboren 1963 in Kreuzlingen; aufgewachsen ist er in Speicher AR.
Christine Binswanger
* 1964geboren
Christine Binswanger ist Architektin. Sie kam 1991 zu Herzog & de Meuron, wurde 1994 Partnerin und 2009 Senior Partner. 2004 erhielt sie den Prix Meret Oppenheim.
Mit Kreuzlingen verbunden: Geboren 1964 in Kreuzlingen; ihr Vater Wolfgang Binswanger war der letzte Leiter des Sanatoriums Bellevue.
Meinrad Schade
* 10. März 1968geboren
Meinrad Schade ist Fotograf und lebt seit 2002 als freier Fotograf in Zürich. Sein Projekt «Krieg ohne Krieg» zeigt die Präsenz des Krieges im Alltag; das gleichnamige Buch erhielt 2018 den Deutschen Fotobuchpreis in Silber. 2011 erhielt er einen Swiss Photo Award.
Mit Kreuzlingen verbunden: Geboren 1968 in Kreuzlingen; weitere Bezüge nennt die Quelle nicht.
Eric Born
* 31. August 1970geboren
Eric Born ist ein ehemaliger Judoka. Er wurde 1991 Europameister und 1993 Zweiter der Weltmeisterschaften. Von 2015 bis 2020 war er CEO von Swissport.
Die Quellen widersprechen sich: Wikidata nennt Kreuzlingen als Geburtsort; Wikipedia (de) nennt keinen Geburtsort. Ortsbezug unbelegt.
Veronika Grob
* 23. April 1971geboren
Veronika Grob ist Förderberaterin beim Medienboard Berlin-Brandenburg. Sie studierte Literaturwissenschaften und Anglistik in Zürich und war zehn Jahre lang Programmverantwortliche für Film und Serien beim Schweizer Fernsehen.
Mit Kreuzlingen verbunden: Geboren 1971 in Kreuzlingen; aufgewachsen ist sie im Reusstal (Muri AG, Wohlen).
Dominik Tiefenthaler
* 1971geboren
Dominik Tiefenthaler ist Schauspieler, Sohn eines österreichischen Vaters und einer deutschen Mutter. Er studierte Medizin in Zürich und arbeitete zwei Jahre in der Neurochirurgie des Kantonsspitals St. Gallen, bevor er 2000 nach New York zog. Er spielte unter anderem in «The Bombing of Pan Am 103» und «Paranoid».
Mit Kreuzlingen verbunden: Er wuchs in Kreuzlingen auf.
Die Quellen widersprechen sich: Wikidata nennt Kreuzlingen als Geburtsort; Wikipedia (en) sagt nur «born in Switzerland» und dass er in Kreuzlingen aufwuchs.
Florian Germann
* 30. Juni 1978geboren
Florian Germann ist in der GND als Schweizer Künstler verzeichnet (Installationen, Performances, Zeichnungen, Objekte, Filme), geboren 1978.
Mit Kreuzlingen verbunden: Geboren in Kreuzlingen (laut GND); weitere Bezüge sind in den abgerufenen Quellen nicht belegt.
Benjamin Engeli
* 1978geboren
Benjamin Engeli ist Pianist. Er studierte in Basel und an der Zürcher Hochschule der Künste und gründete 2003 das Tecchler Trio, das 2007 den ARD-Musikwettbewerb gewann. Seit 2007 spielt er im Gershwin Piano Quartet.
Mit Kreuzlingen verbunden: Geboren in Kreuzlingen; weitere Bezüge nennt die Quelle nicht.

Daniel Lopar
* 19. April 1985geboren
Daniel Lopar ist ehemaliger Fussballtorhüter. Er spielte unter anderem beim FC Wil, mit dem er den Schweizer Cup gewann, und stand 2006–2019 beim FC St. Gallen unter Vertrag.
Mit Kreuzlingen verbunden: Geboren in Kreuzlingen; weitere Bezüge nennt die Quelle nicht.
Joel Girrbach
* 19. Juli 1993geboren
Joel Girrbach ist Profigolfer. 2011 wurde er Schweizer Juniorenmeister, 2015 Profi auf der Challenge Tour; 2017 gewann er die Swiss Challenge und spielt seit 2024 auf der European Tour.
Die Quellen widersprechen sich: Wikidata nennt Kreuzlingen als Geburtsort (importiert aus der englischen Wikipedia); der abgerufene Artikel nennt keinen Geburtsort. Ortsbezug unbelegt.
Basil Zecchinel
* 10. September 1993geboren
Basil Zecchinel ist Theaterregisseur. Er studierte ab 2019 Regie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin und inszenierte unter anderem am Schauspielhaus Graz. Er lebt in Berlin.
Mit Kreuzlingen verbunden: Geboren 1993 in Kreuzlingen, wo er aufwuchs; in seiner Jugend war er Co-Präsident der JUSO Thurgau.
Aleksi Schmid
* 27. Oktober 1996geboren
Aleksi Schmid ist Schwimmer mit Spezialität Freistil. Er startete an der Europameisterschaft 2016 in London und an der Weltmeisterschaft 2019 in Gwangju.
Mit Kreuzlingen verbunden: Geboren 1996 in Kreuzlingen.
Ohne Lebensdaten 3
Gottlieb Kugler
Lebensdaten unbelegthat hier gewirkt
Gottlieb Kugler war Baumeister. 1932 baute er das Kino Apollo an der Konstanzerstrasse 32 in Kreuzlingen, einen zweigeschossigen kubischen Bau, der heute als Baudenkmal gilt.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er baute 1932 das Kino Apollo an der Konstanzerstrasse 32 in Kreuzlingen.
Heinz Albert Schellenberg
Lebensdaten unbelegthat hier gewirkt
Heinz Albert Schellenberg war Architekt in Kreuzlingen. Die Architekturbibliothek (Hochschule Luzern) führt ihn als Verantwortlichen für die ehemalige Telefonzentrale/Post von 1931 in Kreuzlingen.
Mit Kreuzlingen verbunden: Er entwarf die ehemalige Telefonzentrale/Post (1931) in Kreuzlingen.
Die Quellen widersprechen sich: Widersprüchlich: Die Architekturbibliothek nennt für Heinz Albert Schellenberg 1889–1981; Wikipedia «Schellenberg (Familie)» nennt einen Albert Heinrich (* 1889) als Architekten in Kreuzlingen und Heinz Albert (* 1916 in Kreuzlingen) als dessen Kind. Möglicherweise sind Vater und Sohn vermengt; Lebensdaten deshalb nicht übernommen.
Architekturbibliothek: Schellenberg, Heinz A.WikipediaWikidata
Regina Kobe
Lebensdaten unbelegtgeboren
Regina Kobe ist Cellistin in klassischer, alter und zeitgenössischer Musik.
Mit Kreuzlingen verbunden: Geboren in Kreuzlingen (laut Fonoteca Nazionale).
Die Menschen in Zahlen
- 121geboren
- 73gestorben
- 8gewirkt
- 3gewohnt
Nach Geburtsjahrhundert
- 16. Jh.1
- 17. Jh.2
- 18. Jh.10
- 19. Jh.77
- 20. Jh.106
196 der 200 tragen ein Geburtsjahr.
Die häufigsten Berufe
- Hochschullehrer19
- Schriftsteller17
- Politiker15
- Maler15
- Fotograf12
- Psychiater10
- Künstler10
- Komponist9
- Schauspieler9
- Lehrer8
- Rechtsanwalt7
- Theologe6
- Historiker6
- Journalist6
- Musiker6
Gezählt sind 200, aufgeführt sind 179: Die Differenz sind Einträge, die in Wikidata keine Bezeichnung tragen und für eine Leserin nichts hergäben. Die Berufe sind Mehrfachnennungen: Wer als Arzt und Hochschullehrer geführt wird, steht in beiden Zeilen.
Namen, Lebensdaten und Rollen stammen aus Wikidata (CC0).Die Lebensläufe sind am 25. September 2026 recherchiert, vor allem im Historischen Lexikon der Schweiz und in der Wikipedia; der Beleg steht an jeder Person. Was dort nicht zu finden war, steht hier nicht — und die Person bleibt mit dem stehen, was Wikidata belegt.